Nutze den Leverage Effekt für dein Unternehmen!

Fremdkapitalquote & Eigenkapitalrentabilität

Wenn du ein Unternehmen führst, musst du dich mit quantitativen Faktoren auseinandersetzen. Welche Kennzahlen aus der Betriebswirtschaft wichtig sind und wie du diese gezielt einsetzten kannst, erklären wir dir in Folgendem:

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Was sind eigentlich Kennzahlen der Betriebswirtschaft?

Kennzahlen dienen im allgemeinen als Maß für quantitativ festgelegte Größen. Diese sollten sowohl vergleich- als auch messbar sein. Auf diese Weise können mit Hilfe von betriebswirtschaftlichen Kennzahlen Unternehmensvorgänge und Prozesse ausgewertet und gleichzeitig Potentiale aufgezeigt werden.

Welche Funktionen haben Kennzahlen?

  • Entscheidungsfunktion (Grundlage für betriebliche Entscheidungen)
  • Kontrollfunktion (Kontrolle eines ex ante (geplanten) und ex post (erreichten) Ergebnisses)
  • Koordinationsfunktion (Koordination verschiedener unternehmerische Bereiche)
  • Verhaltenssteuerungsfunktion (gezieltes Einsetzen der Kostenrechnung, um Entscheidungen von Mitarbeitern zu beeinflussen, damit diese eher die Ziele des Gesamtunternehmens verfolgen und nicht Bereichsegoismen verfallen)

Welche Kennzahlen gibt es?

  • Schuldenkennzahlen (Zinsdeckungsgrad)
  • Liquiditätskennzahl (Anlagendeckung)
  • Erfolgskennzahlen (Cash-Flow)
  • Bilanzkennzahlen (Fremdkapitalquote)
  • Rentabilitätskennzahlen (Eigenkapitalrentabilität)

Bei der Beurteilung der Kapitalstruktur eines Unternehmens zählen die Fremdkapitalquote und die Eigenkapitalquote zu den wichtigsten Betriebswirtschaftlichen Kennzahlen.

Definition Kennzahl Fremdkapitalquote

Die Fremdkapitalquote ist eine Kennzahl, die anzeigt, wie hoch der Anteil des Fremdkapitals am Gesamtkapital ist. Als Fremdkapital verstehen sich dabei alle finanziellen Mittel, die nicht durch Eigentümer, Gesellschafter oder andere am Unternehmen beteiligte Dritte eingebracht werden. Die Kapitalstruktur setzt sich also aus Eigenkapital und Fremdkapital zusammen. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital zeugt von finanzieller Stabilität einer Unternehmung.

Welches Verhältnis tatsächlich angemessen ist, hängt auch von der Branche ab.

Dennoch gilt: Die Aufnahme von Fremdkapital (also das Schuldenmachen) in der Geschäftswelt ist kein Makel.

Ganz im Gegenteil – mit Hilfe fremder Mittel kannst du die Rendite deines eigenen Kapitals anheben. Allerdings ist zu beachten, dass bei Aufnahme von Fremdkapital, Zinsen zu bezahlen sind. Dieser Zinsaufwand (= Fremdkapitalrendite) mindert wiederum deinen Gewinn.

Eigenkapitalrentabilität

Die Eigenkapitalrentabilität drückt aus, wie sehr sich die Investition deines Eigenkapitals lohnt. Berechnen kannst du sie, indem du den erzielten Gewinn durch dein Eigenkapital teilst.

Steigerung der Eigenrentabilität durch Leverage-Effekt

Durch den sogenannten Leverage-Effekt (Englisch: financial leverage effect; auch Hebeleffekt / Hebelwirkung des Fremdkapitals) kannst du deine Eigenkapitalrendite steigern, indem du mehr Fremdkapital aufnimmst und dieses reinvestierst. Du steigerst also den Gewinn deines Unternehmens, indem du dich gezielt stärker verschuldest.

Aber Achtung!

Auch der Leverage-Effekt hat einige Risiken und kann nicht grenzenlos einsetzt werden:

  • Wenn die Zinsen für das Fremdkapital steigen, wandelt sich der positive Leverage-Effekt schnell ins Negative. Je mehr Schulden du hast, desto höher werden in der Realität die Zinssätze.
  • Außerdem kannst du nicht unbegrenzt Kredite aufnehmen und somit den Leverage-Effekt auch nicht beliebig nutzen.
  • Auch die Investitionsmöglichkeiten sind begrenzt.
  • Wenn deine Investition nicht die erwartete Rendite erzielt, dann musst du das Fremdkapital trotzdem zurückzahlen und die Zinsen dafür aufbringen.

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